Dienstag, 29. September 2009

Fiestaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

Ich bin zutiefst erschüttert und werde wenn es möglich ist die nächsten Jahre nicht nach Deutschland kommen. Was für ein schreckliches Wahlergebnis!
Trotzdem geht es mir hier in DF sehr gut. Gestern hat meine Vermieterin eine Party für mich organisiert. Es war wunderbar, in unser kleines Wohnzimmer passen ziemlich viele Leute rein.

Mir gefallen die Fiestas hier verdammt gut, es wird getanzt, gesungen, gelacht, getrunken. Man muss gar nicht viel vorbereiten, Hauptsache Musik ist da.

Die Mexikaner sind ein Tänzervolk, alle haben getanzt , auch ohne Alkohol. Es gab zwar später dann Sorveza, Bier mit Limone, aber das Trinken ist eher nebensächlich. Was besonders erstaunlich ist und mir gut gefällt ist das die Jungs auch tanzen können und wie gut-

Ich habe ein wenig Salsa gelernt, was man hier sehr schnell lernt, da immer Musik in der Luft liegt und die Leute überall tanzen.

Es war eine ganz besondere Atmosphäre, beim Salsa tanzen dringt die Musik durch den Körper, man fühlt sie und führt schließlich nur noch die Bewegung aus. Man wird eins mit dem Partner, na gut ich habe hier auch wirklich Glück das die Jungs so unglaublich gut führen können.

Die Fiesta sollte um acht beginnen , die Ersten kamen gegen 22:00. Die Meisten kommen grundsätzlich immer zu spät, was jedoch akzeptiert ist, muss eine Volkskrankheit sein, auf der Arbeit gibt es sogar Zwischenschichten, nur für „Zuspätkommer“

Dafür ging die Party bis sieben Uhr morgens , die Meisten haben dann hier noch ein paar Stunden geschlafen und sind gefahren. Ich habe jedoch nichts mitgekriegt, da ich erst um drei Uhr von einem Freund geweckt wurde .

Der Ausklang der Feier war auch herrlich, als keiner mehr tanzen konnte, wurde gesungen ....Stunden- in einer Lautstärke.

Die Fenster waren offen und die Wohnungen sind sehr hellhörig, keiner würde sich jedoch beschweren, da überall und immer irgendwo Musik läuft.

Was anstrengend sein kann, wenn man von der Arbeit kommt und unter der Woche um 2 Uhr immer noch Salsaklänge zu hören sind und die Hunde jaulen ................

Man wird hier sehr schnell und herzlich in Gemeinschaften und Gruppen aufgenommen. Also ihr müsst euch keine Sorgen machen alleine bin ich hier nie .

Freitag, 25. September 2009

mir gehts gut!

Liebe Freunde, liebe Familie,

Mir geht’s gut. Ich merke wie ich Tag für Tag heran reife. Ich habe die letzte Woche viel gelernt und beginne das Leben hier mehr und mehr zu begreifen. Vor allem kann ich mittlerweile mit bestimmten Vorurteilen umgehen, die einem als Weißen hier begegnen.

Alles was ich schreibe und beschreibe sind subjektive Wahrnehmungen, man muss dazu sagen, das ich in einem Stadtteil wohne, indem vor allem ältere Menschen leben, wenig Studierte und eher die untere Mittelschicht. Vorurteile beruhen oftmals nicht auf eigenen Erfahrungen, sondern werden übernommen. Hier in Mexiko wird der Großteil der Bevölkerung an bestimmten Prozessen wie z.B dem internationalen Austausch ausgeschlossen. Nur die reichen Kinder haben die Möglichkeit zu reisen, im Ausland zu studieren, andere Sprachen zu erlernen.
Diese negative Einstellung gegenüber „Weißen“ ist verständlich!

Der Großteil der Bevölkerung hat einen indigenen Ursprung, jedoch sieht man beispielsweise im Fernsehen nur „Weiße“, so ist es auch in großen Unternehmen, in der Politik. Auf den höheren Instanzen arbeiten und bestimmen „Weiße“.

Dieser Rassismus gegen die eigene Bevölkerung ist ziemlich problematisch.
Es ist klar nach zu vollziehen warum die Kriminalitätsrate hier so hoch ist. Eine korrupte Regierung, nicht wirklich freie Wahlen, hier regiert das Geld!
Überall sind Polizisten und wöchentlich marschieren Soldaten durch die Stadt.
Nicht so wie bei uns sorgt die Polizei für Sicherheit und wird von der Bevölkerung generell akzeptiert.

Letzte Woche habe ich beobachtet wie ein Ladenbesitzer, der bestimmte Waren nicht registriert hatte, nach einem langen Gespräch dem Polizisten Geld in die Hand drückte und somit war die Sache erledigt.
Hier wird wirklich überall illegal verkauft und gearbeitet.
Ich war mit Freunden meiner Vermieterin in einem Viertel, in dem man alles an technischen Geräten von der Software über Filme, Laptops wirklich alles zum halben Preis und noch billiger kaufen kann, natürlich illegal. Da, die Leute hier kein Geld haben ist die Nachfrage sehr groß!
Ungerecht ist auch, das die „Reichen“ z.B Großunternehmer keine Steuern bezahlen müssen, da Sie die Regierung mit Geldern unterstützen . Hier zahlen die Ärmsten und die Mittelschicht über 30 Prozent ihrer Einnahmen und Gehälter werden versteuert. Das ist sehr viel, da die Einkommen sehr gering sind!

Man fragt sich wo diese Gelder hin fließen, der Bevölkerung kommen sie generell nicht zu Gute. Hier begegnen einem schlecht ausgebaute Straßen, in manchen Schulen sind 40 Kinder und mehr in einer Klasse, mit nur einem Lehrer, Sicherheit garantiert die Polizei nicht, zu wenig öffentliche Verkehrsmittel für über 20 Millionen Menschen, kein Gesundheitssystem welches jedem eine Versorgung garantiert. Die Meisten sind nicht versichert, da im Krankheitswesen alles privatisiert wurde und die Versicherungen sehr teuer sind.

Im Zentrum begegnen mir dann gigantische Bauten, viele Touristenattraktionen. Einige Stationen weiter gibt es diesen Glanz nicht, die Leute sind arm , aber doch glücklich. Oder sie erscheinen mir nur glücklich., gut gelaunt, freundlich, für jeden Spaß bereit, ich habe bis jetzt noch niemanden gehört der sich beklagt über sein Leben. Gisela(Vermieterin) erklärt mir viel und ich glaube es ist die Machtlosigkeit , die Hoffnungslosigkeit , irgendwann akzeptiert man sein Schicksal. Durch die extremen Kontrollen gibt es so gut wie keine Demonstrationen, keine Aufstände die Meisten haben Angst!

Wut und Ärger werden in Musik ausgedrückt und auf kleineren Instanzen arbeiten viele für eine gerechtere Welt hier in Mexiko.

Montag, 21. September 2009








Ausflug mit Martha und co

Ich habe eine Mentorin Martha, eine wunderbare Frau, die versucht mir das Leben hier zu erklären und mich die ersten Wochen einführt. Sie ist immer in Sorge, das mir was zustoßen könnte.

Sie ist unglaublich herzlich und lieb .......

Am Samstag war ich mit Martha, ihrem Neffen Juan Carlos und Juan Manuel in der Stadtbücherei, ein gigantisches Gebäude, ich habe in meinem ganzen Leben noch nicht eine so große Bilbliothek gesehen.

Außer Büchern, Filmen gibt es Räume zum Filme schauen , Musik hören, sogar ein Kino und ein Theatersaal sorgt für Unterhaltung
DAS BESTE , jedoch es gibt einen riesen Raum in dem man sich Instrumente ausleihen kann, über Kopfhörer kann man Klavier, Gitarre, Geige.....spielen

Leider ist die Stadtbibliothek fast zwei Stunden von meinem Haus entfernt.
DAS ALLER BESTE ist die Straße hinter der Bibi, die Straße der Jugend wird sie hier genannt. Man kann hier alles Mögliche an Musik kaufen, Klamotten von jungen Designern , Schmuck, Konzertkarten (illegal natürlich), Tatoos, Percings....und und und Herrlich !
Auf einer Bühne können junge Bands ohne mit Plattenvertrag ihre Musik vorspielen. Hier wird vorallem Rock gehört


Samstag, 19. September 2009

Sightseeingtour mit Gis alias Gisela und ihren Freunden.
Nach den Tacos wurde mir auf einmal richtig übel Schwindel, Fieber, mein Magen drehte sich. Ich wurde auf dem schnellsten Weg nach Hause gefahren. So schnell es hier eben möglich ist, man braucht immer in is zwei Stunden um von einem Ort zum anderen zu fahren. Zu Hause saß ich dann lange Zeit vor der Kloschüssel...Danach gings mir aber wieder gut ! Es war ein schöner Tag und poco a poco gewöhne ich mich an das Leben hier. In einer riesigen Stadt, voller Kontraste, die völlig verrückt ist!







Gisela meine Vermieterin und ich auf der größten Kirche Lateinamerikas



im Zentrum Belles Artes




hier wohne ich!

Kulturschock

Kulturschock


Nun verstehe ich zum ersten Mal was ein Kulturschock ist. Ich durchlebe ihn gerade am eigenen Leibe. Tausende von eindrücken prasseln auf einen ein. Heute wurde ich meinen Arbeitskollegen vorgestellt. Ein netter Haufen, deren Spanisch gut zu verstehen ist (;

Meine Mentorin eine nette Dame 50 er Baujahr versucht mir immer alles in Englisch zu erklären. Ihr Englisch ist , jedoch so schlecht, dass ich das meiste nicht verstehe, wenn Sie jedoch Spanisch spricht und das ein wenig langsamer... Perfekt!

Meine Vermieterin hingegen spricht so langsam das ich Sie meistens verstehe (:

Sie ist 31 , Grafikerin und lebt in Alvero Obregon, eine Gegend in der Turisten nur erscheinen wenn sie sich verirrt haben.

Mexiko City is a jungle year absolutely!

Überall wartet ein Abenteuer auf ich. Jeder tag aufs neue ist ein Abenteuer sei es das Bus oder Taxi fahren , das überqueren einer Straße oder die bösen Blicke der Nachbarn.

Leider sehe ich scheinbar amerikanisch aus, jeder der weiß und blond ist wird für einen Amerikaner gehalten und diese sind sehr unbeliebt hier in Mexiko!

Die verhassten Nachbarn jaja , ich würde am liebsten ein T-shirt tragen auf dem steht NO SOY ALEMANA !

Ich fühle mich manchmal wirklich wie ein Zootier –angestarrt, eingeschlossen....

Trotzdem geht’s mir gut!

Anders ist es im Zentrum, da dort viele Touristen herum geistern beachtet man mich nicht und ich bin eine von vielen . Das Zentrum ist jedoch eine andere Welt , gefüllt mit Kolonialbauten , viele Touristen, reiche Mexikaner, fetter teure Karren, schöne Cafes erinnern an Madrid.

Ich fühle mich manchmal wirklich wie ein Zootier –angestarrt, eingeschlossen....

Trotzdem geht’s mir gut!
Der Stadtkern ist jedoch nicht Mexiko Stadt , sondern ein winziger Teil, eine Scheinwelt für die Reichen und die Touristen, für den grossteil unerreichbar!

Das Zentrum liegt fast zwei Stunden von meinem Viertel entfernt .
Mein Viertel liegt weit oben, deswegen ist es hier auch sehr kalt. Die Infrastruktur ist schlecht , die Straßen sind Hügellandschaften, überall laufen die schönsten Straßenhunde herum , es stinkt nach Müll, Urin und verfaultem Obst.

Von hier aus kann man herunterschauen auf kaputte bunte Häuser, dazwischen einige Hochhäuser umhüllt von einer grauen Decke.

Alles erscheint mir unglaublich weit –
Nachts liege ich oft wach ( wegen dem krassen Zeitunterschied –7 h)
Und frage mich was ich hier überhaupt suche- Warum ich hier bin so alleine , umgeben von Dreck und Armut , überall Chaos, Polizeisirenen heulende Hunde begleiten mich in den Schlaf.
Ich bin in einem Land , indem ich ein Außenseiter bin (aufgrund meines Äußeren) .<
Aber dann denke ich an all die wunderbaren Eindrücke die ich täglich sammel, an das tolle Essen (was viel zu fettig und ungesund ist) , an die Herzlichkeit von meiner Vermieterin und ihrer Familie, meiner Mentorin, meinen Arbeitskollegen .
Ich denke an Sänger in der Metro, an Musik wo man auch hin geht, tanzende Menschen auf der Straße und in der Metro , an Schmuckverkäufer die mir Ohrringe basteln nur für ein Gespräch , für eine Geschichte aus meinem Land, an Busse in denen Kinder vorne auf der Ablage liegen während ein Geschichtenerzähler die Mitfahrer für ein paar Pesos belustigt, an bunte Wände, bunte Häuser....-

Freitag, 18. September 2009

im Flugzeug

Schweren Herzens , jedoch auch voller Vorfreude blicke ich noch einmal zurueck zu meinen Liebsten , dann renne ich los. Ich bin spaet dran ! Einmal Tasche aus und einraeumen und weiter gehts . Die Maschiene ist ein grosses Traum schiff der Lufthansa , welches sanft durch die Wolken gleitet. Ich liebe es mit der Lufthansa zu fliegen super Service! Das Essen super Nuernberger Wuerstchen , Pflaumenkuchen an Getraenken gibts AllES! 
Ich sitze in der Mitte und ratet mal wer neben mir sitzt an meiner Rechten Fabien aus Paris , an meiner linken Roberto aus Mexiko City. Sofort komme ich mit dem Franzosen ins Gespraech bis schliesslich meine Kontaktlinse verrutscht , was ziemlich unangenehm ist na ja ich harre fast eine Stunde so aus da es leider Turbulenzen gibt . 
Mein linker Nachbar, Mexikaner, Vater zweier Kinder geschieden verdient sein Geld im Drogenhandel. nein ich erzaehle keinen Quatsch ! Er verdient sogar sehr gut, da er oefters mal nahc Europa fliegt ! IChv ersuche mit ihm auf Spanisch zu reden, doch er antwortet nur auf einem gebrochenem Englisch. Er git mir gute Tipps, wo ich billig Handys Pcs und andere technische Geraete nicht ganz legal aber billig! 
Dann beginnt er mir schaurige Geschichten ueber die Mexiko Stadt zu erzaehlen......
hm na ja es gelingt mir letz endlich ihn als Reisefuehrer zu gewinnen und er schreibt mir alle schoenen Orte auf , die ich unbedingt besuchen muss! Nach sieben Stunden Gespraech schlafe ich ein .........Sorry aber ich schreibe auf einer spanischen Tastatur und mir fehlen einige Buchstaben es dauert vorallem eine Ewigkeit bis man alles geschrieben hat!

Freitag, 4. September 2009

der Countdown läuft...

Nur noch 12 Tag und dann gehts los.......